Häufig gestellte Fragen über Muskelerkrankungen

Muskelschwund – was ist das?

Muskelschwund sagt der Laie, Muskelatrophie nennt es der Mediziner – und meint damit einen Sammelbegriff für eine Vielzahl von Ursachen, die zu einer teils lokalen, teils den ganzen Körper betreffenden Abnahme der Muskelmasse führen können.

Verlaufen alle Muskelkrankheiten gleich?

Nein. Keineswegs jede Form von Muskelschwund führt schicksalhaft zum Rollstuhl – keineswegs jede Form kann nach heutiger Kenntnis nicht behandelt werden. Allerdings gibt es leider die schwer wiegenden, insbesondere erblichen Formen, bei denen die Forschung noch nicht so weit ist, eine wirksame ursächliche Behandlung anbieten zu können.

Was versteht man unter neuromuskulären Erkrankungen?

Die Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Muskulatur werden als so genannte neuromuskuläre Erkrankungen zusammengefasst.

Was sind Myopathien?

Myopathien sind Muskelkrankheiten im engeren Sinne. Zur Gruppe der Myopathien gehören alle Krankheiten, bei denen die Muskelfaser selbst vom Krankheitsprozess betroffen ist. Nach der Ursache wird unterschieden zwischen primären oder erblichen Myopathien und sekundären oder erworbenen Muskelkrankheiten.

Welches sind die bekanntesten Muskelkrankheiten?

Primäre (vererbte) Muskelkrankheiten:

Sekundäre Muskelkrankheiten:

Neurogene Muskelatrophien:

Sie finden die Beschreibungen zu den genannten Muskelkrankheiten auch unter Muskelkrankheiten A-Z . Detaillierte Broschüren über die einzelnen Muskelkrankheiten finden Sie unter Publikationen/ Shop  zum runterladen.

Wie erkennt man neuromuskuläre Erkrankungen?

Eine genaue Diagnosestellung ist nur in spezialisierten Zentren möglich. Die Gesellschaft für Muskelkranke unterstützt zurzeit ein Projekt zur Förderung und Bekanntmachung spezialisierter Muskelzentren in schweizerischen Universitäts- und Kantonsspitälern (unter anderen in St. Gallen, Bern, Basel, Zürich).

Können Muskelkrankheiten medikamentös geheilt werden?

Erfolgversprechende medikamentöse Behandlungen gibt es bei den Myositiden, bei Myasthenia gravis und den endokrinen Myopathien. Erste Ansätze auf eine Verzögerung des Verlaufes wurden bei der amyotrophen Lateralsklerose realisiert.
Bei den erblichen Muskeldystrophien und den spinalen Muskelatrophien ist eine ursächliche Behandlung derzeit noch nicht möglich. Aller Erwartungen für die Zukunft richten sich an die Gentherapie.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es, Muskelkrankheiten zu behandeln?

Symptomatisch ist bei allen neuromuskulären Erkrankungen entscheidend eine konsequente krankengymnastische Betreuung in Kombination mit orthopädischen Massnahmen, in einer Reihe von Fällen mit einer Unterstützung der Atmung und in Einzelfällen mit der Option einer Herztransplantation.

Zur interdisziplinären Betreuung einer Person mit einer neuromuskulären Erkrankung gehört die Betreuung durch eine ganze Reihe medizinischer Fachdisziplinen (Neurologie, Neuropädiatrie, Orthopädie, innere Medizin, Pneumologie), ergänzt durch eine fachkundige Krankengymnastik und soziale Beratung.

 

 

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